Die vorgelegte Einigung der vier anderen Fraktionen macht nun endlich deutlich, worüber die Bürger bei einem Bürgerentscheid abstimmen können

„Die vorgelegte Einigung der vier anderen Fraktionen macht nun endlich deutlich, worüber die Bürger bei einem Bürgerentscheid abstimmen können“, freut sich Claudia Lange, FDP-Fraktionsvorsitzende und Initiatorin des Bürgerbegehrens für eine sparsame Neuausrichtung des Bades.

Drei Erkenntnisse, so die liberale Politikerin, seien bedeutend: Die beiden Varianten unterscheiden sich erstens schon in der Prognose des Gutachters mit einem jährlichen zusätzlichen Zuschussbedarf von über 380.000 € (gerechnet auf den Durchschnitt der Jahre 2015 – 2022). Wenn man die Zahlen des Gutachtens fortschreibt, werde der zusätzliche Zuschussbedarf nach dem Jahr 2022 bei mehr als 400.000 Euro liegen – pro Jahr.

Zweitens sei nun auch klar, was es bei welcher Variante geben werde. „Wer das Salinenschwimmen und die Poolparty erhalten will, sollte das Bürgerbegehren unterstützen und für unsere Variante stimmen“, macht Lange deutlich. Bei den Liberalen würde das 50-Meter-Sportaußenbecken erhalten, die anderen Fraktionen hätten sich nun für ein Ende der beliebten Vereinsaktivitäten entschieden.

Und drittens könne nun auch jeder nachlesen, an welche Annahmen des Gutachters er glauben müsse und welches Risiko jede Bürgerin und jeder Bürger eingehe. „Der Gutachter glaubt trotz erheblich weniger Solebecken und trotz der Aufgabe des Sportaußenbeckens, dass jedes Jahr über 400.000 Besucher kommen und über 2,8 Millionen Euro bezahlen. Gleichzeitig will er mit etwas über einer Million Energiekosten auskommen“, so die Initiatoren.  „Das ist sehr riskant. Wenn Herr Altenburg sich bei beiden Positionen nur um 10 % verschätzt, explodiert der Zuschussbedarf gleich um weitere 390.000 Euro. Damit würde sich Werne manches, was die Stadt lebenswert macht, nicht mehr leisten können – Schulen, Straßen, Kultur und Kinder müssten darunter leiden“, so Claudia Lange.

Die Liberalen sind inzwischen im Endspurt um die Unterschriften für ihr Bürgerbegehren. Selbstgesetztes Ziel sei es unverändert, bis Donnerstag über 2.000 gültige Unterschriften beim Bürgermeister eingereicht zu haben. Die Grenze von 2.000 Unterschriften sei inzwischen überschritten, da aber bei der Prüfung sicher einige zu streichen seien, wird noch weiter gesammelt. „Auch wenn auf den Listen als Rückgabedatum der 7. Juli steht, freuen wir uns noch über jede Unterschrift, die uns eingereicht wird“, so Lange abschließend.

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