FDP Werne: Sportstättenkonzept weiterführen – Kunstrasen darf nur ein erster Anfang sein

Jörg Meißner

Die Diskussion innerhalb des Stadtsportverbandes, ggf. nicht mehr an den Sitzungen des AK Sports, bestehend aus Funktionären der Werner Sportvereine, Politik und Verwaltung teilzunehmen, verwundert uns doch sehr. Welch ein Interessenkonflikt des Stadtsportverbandsvorsitzenden Zielonka, der als Vorsitzender des Schul- und Sportausschusses qua seiner Funktion allein, an diesen Sitzungen moralisch und zumindest körperlich teilnehmen muss. Stellt sich hier der auf Listenplatz Nr. 1 in der CDU gesetzte Spitzenkandidat nicht seiner Aufgabe? Insgesamt hat sich die Zielonka-Doppelrolle als Hemmschuh der Sportpolitik erwiesen. Noch vor 18 Monaten verspricht er vollmundig ein Konzept seitens des Stadtsportverbandes. Nachdem er damit gescheitert ist, sagt er, das könne der Verband gar nicht leisten. Richtig ist: Die Zielonka-Jahre als Sportausschuss-Vorsitzender waren verlorene Jahre für den Werner Sport. Wir haben daher Verständnis für diejenigen, die am liebsten frustriert das Handtuch werfen würden.

Doch nun einmal zur Sache. Der Rat der Stadt Werne hat mehrheitlich entschieden, dass die Sanierung der Außensportstätten im Lindert zu beginnen soll. Das Konzept, an dem sich der Stadtsportverband unter der Führung von Jürgen Zielonka nur schweren Herzens beteiligen möchte, befindet sich erst im Entwicklungsprozess. Der Anfang ist gemacht, um den Fußballern in Werne bessere Spielmöglichkeiten zu ermöglichen und um zusätzlich Trainingsmöglichkeiten für Leichtathleten aus Vereinen und Schulen zu schaffen. Nicht mehr und nicht weniger! Damit ist keineswegs die Aufgabe einer Sportanlage, sei es Dahl oder Stadtstadion gedacht. Damit ist auch noch nicht der Gründungsstein für ein Sport- und Begegnungszentrum gelegt. Das könnte eine Option sein, viele andere Varianten sind aber noch zu diskutieren und umzusetzen. Klar ist: der Sport wurde in Werne in den letzten Jahren sträflich  vernachlässigt. Das wird sich unter der Führung eines neuen Bürgermeisters und mit unserer Unterstützung ändern. Das ist eine Frage der Prioritäten. Wir bleiben daher dabei: Dieser Kunstrasen darf nur der Anfang eines mittelfristigen Sportkonzeptes sein. Das hat entgegen der Position der Grünen gar nichts mit der Haushaltslage der Stadt zu tun. Wir haben stets Ideen zur privaten Finanzierung eingefordert. Das ist rundherum Realität. Ob Prominentenfußball, Gründung von Fördervereinen oder Muskelhypotheken – dem Ideenreichtum sind fast keine Grenzen gesetzt. Nur in Werne wird Eigeninitiative vom Sportfunktionär Zielonka abgelehnt.

Schade finden wir, dass diejenigen, die sich jetzt lautstark zu Wort melden und den Beschluss heftig kritisieren, zuvor in den zahlreichen Arbeitskreisen kaum in Erscheinung getreten sind. Insbesondere CDUVorstandsmitglied und WSC-Abteilungsvorsitzender Arnold Vogt glänzte durch Abwesenheit in den Gesprächsrunden. Auch von Herrn  Strohmenger (TV Werne – auch Leichtathletik) war in den Ausschusssitzungen und in den Gesprächen innerhalb des Arbeitskreises keinerlei Kritik zu hören.

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