Lange: In Werne ticken die Uhren langsamer

Die FDP – Fraktion brachte bereits im Mai  eine Anfrage zur Errichtung einer Internetpräsenz der Stadt Werne auf der Social-Media-Plattform Facebook ein. Nun lehnt die Stadtverwaltung Werne diese Argumente ab. Das Vorhaben sei zu personalintensiv und unwirksam.

Die FDP verspricht sich von einer Facebook-Präsenz eine verbesserte politische Beteiligung der Werner Bürger und eine zeitgemäße Außendarstellung der Stadt.

Die ablehnende Haltung der Stadt können die Liberalen nicht nachvollziehen und akzeptieren.

Fehlende personelle Ressourcen und fälschliche Nachforschungen seitens der Stadt Werne seien der Grund für die Ablehnung. Ein Beispiel aus der Nachbarstadt Lünen zeige: 3.471 Leuten „gefällt das“, 2.467 Leute „sprechen darüber“, 16.968 Leute „waren dort“. Die Situation ist in den Nachbarstädten Bergkamen, Kamen und Hamm ähnlich. Alle Zahlen bescheinigen einen intensiven Dialog mit den Bürgern.

Facebook stelle sich als Rohdiamant für die Bekanntmachung von Informationen, Tourismusförderung, regen Austausch und Diskussionen zur Verfügung. Werne sollte sich auf keinen Fall dieser Form der Präsentation entziehen.

Bei der Fraktionsvorsitzenden Claudia Lange stößt die ablehnenden Haltung der Verwaltung auf Unverständnis: „ Der Vorschlag der Verwaltung, die Angelegenheit in die Hände des Stadtmarketing zu verschieben ist wieder einmal ein Beispiel dafür, dass in Werne die Uhren langsamer ticken.“

Auch der JuLi – Vorsitzende Benedict Honé kann die Ablehnung ebenfalls nicht verstehen: „Bei aller Liebe, das ist doch grotesk. Es ist heutzutage durch Plattformen wie Facebook und Co. so einfach, Menschen zu erreichen. Man kann Werne getrost als alternde Stadt bezeichnen, wenn man sich die Geschwindigkeit ansieht, mit der man sich hier auf Neues einlässt.“

Grundsätzlich mag es unterschiedliche Meinungen der Kommunen zum Thema „Werben auf Facebook“ geben. Allerdings stellt sich grundlegend die Frage, warum sich die Stadt Werne gegen einen jungen Trend wie Facebook wehrt. Der Personalbedarf ist äußerst gering, es sollen dort keine Romane, sondern lediglich kurze Informationen veröffentlicht werden.

 

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