Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Werne drängt auf eine schnellere politische Beratung über die Zukunft des Anne-Frank-Gymnasiums. In einem Schreiben an die Vorsitzende des Ausschusses für Schule und Sport, Marita Funhoff, bittet die Fraktion darum, die nächste Sitzung des Ausschusses von Anfang Mai auf einen Termin bereits im April unmittelbar nach den Osterferien vorzuziehen.
„Die Entscheidung über Sanierung oder Neubau des Anne-Frank-Gymnasiums gehört zu den wichtigsten bildungs- und finanzpolitischen Entscheidungen der kommenden Jahre für unsere Stadt“, erklärt die FDP-Fraktionsvorsitzende Claudia Lange. „Gerade deshalb darf diese Frage nicht nur im Bau- bzw. KBW-Ausschuss diskutiert werden. Sie muss auch im Schulausschuss als zuständigem Fachausschuss für Bildungspolitik ausführlich beraten werden.“
Nach den bisherigen Beratungen stehen noch zwei grundsätzliche Optionen im Raum: eine umfassende Sanierung des bestehenden Gebäudes in einem Zug („big bang“) oder ein Ersatzbau bzw. Neubau. Beide Varianten unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Kosten, sondern auch in ihren Auswirkungen auf die langfristige Entwicklung der Schule.
Die FDP schlägt deshalb vor, in einer vorgezogenen Sitzung des Schulausschusses zunächst einen detaillierten Bericht der Verwaltung über den ersten Workshop mit der Schulgemeinschaft zu beraten. Neben dem Schulleiter sollen auch Vertreterinnen und Vertreter der Elternschaft sowie der Schülerschaft eingeladen werden.
„Wenn wir über die Zukunft des Anne-Frank-Gymnasiums entscheiden, müssen wir auch die Perspektive der Schule selbst hören“, so Lange. „denn es geht hier nicht um „Wünsch-dir-was“, sondern um die strategische Richtung für eine zentrale Schule unserer Stadt.“
Zudem erwartet die FDP-Fraktion von der Verwaltung einen klaren Zeitplan für den weiteren Entscheidungsprozess. „Die Politik braucht jetzt belastbare Entscheidungsgrundlagen und einen transparenten Fahrplan, wann die Entscheidung zwischen Sanierung und Neubau getroffen werden soll“, sagt Lange. „Daher dürfte eine zeitnahe Beratung in einem vorgezogenen Ausschusstermin ja eigentlich im Sinne aller Fraktionen sein.“
Aus Sicht der FDP sollte diese grundlegende bildungspolitische Debatte möglichst bald geführt werden, nicht erst in der regulären Sitzung des Schulausschusses Anfang Mai.