Verschiebung des Unterrichtsbeginns – Nebenwirkungen im Vorfeld bedenken

In der kommenden Sitzung des Schulausschusses am 13.6. wird die Frage beraten, inwieweit die Werner Grundschulen ihren Unterrichtsbeginn zugunsten geringerer Beförderungskosten nach hinten verschieben. „Das Ganze birgt ein Einsparpotential, das sicherlich nicht von der Hand zu weisen ist. Es wirft aber auch einige Fragen auf, denn bestimmte Nebeneffekte sind im Vorfeld zu klären“, stellt Dagny Dammermann, schulpolitische Sprecherin der Liberalen fest. „Es wird Kinder geben, deren Eltern ihren eigenen Arbeitsstart nicht problemlos nach hinten verlegen können, sodass die Frühbetreuung der Schulen evtl. deutlich mehr in Anspruch genommen werden wird. Wie wird seitens der Schul- und OGS-Träger darauf reagiert? Außerdem bieten die Werner Kindergärten den Eltern bis auf eine Ausnahme keine Blocköffnungszeiten bis 14.00 Uhr. Für eine Mutter, die Kinder sowohl in der Grundschule als auch im Kindergarten hat, wird es schwierig, die klassischen vier Stunden am Vormittag zu arbeiten, wenn die Grundschule später beginnt, sie aber bis 12.30 im Kindergarten gewesen sein muss. Ist daran gedacht, bei den Kindergärten eine dringend notwendige Flexibilisierung der Öffnungszeiten zu erreichen? Die weiterführenden Schulen haben eine vorgeschriebene Mittagspause eingeführt, um dem Biorhythmus der Schüler zu entsprechen. Wie gewährleistet man dies bei Grundschülern, die nach der 6. Stunde dann um 13.40 Uhr mit dem Bus nach Hause fahren und gegen 14.15- 14.30 Uhr zu Hause ankommen, ohne zu Mittag gegessen zu haben,“ fragen die Liberalen. Diese Punkte müssten ihrer Ansicht nach bedacht werden und liegen daher der Verwaltung im Vorfeld vor.

 

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